Farben sind Feste für die Augen

Veröffentlicht auf von Ann-Marie E.

Emil Schumacher

FARBEN SIND FESTE FÜR DIE AUGEN

Im Herbst 2012 feiert das Ernst Barlach Haus ein Doppeljubiläum: Zu seinem fünfzigjährigen Bestehen würdigt es Emil Schumacher, dessen Geburtstag sich 2012 zum hundertsten Mal jährt. Wenige Künstler haben in der deutschen Nachkriegsmalerei so markante, nachhaltig wirkende Spuren hinterlassen wie Emil Schumacher (1912–1999). Seine abstrakten, oft großformatigen Werke sind zu Ikonen einer Epoche geworden, die für existenzielle Fragen eine neue, befreite Bildsprache suchte. Schumacher fand sie: In intensiver Auseinandersetzung mit der Farbe als Material schuf er auratische Bilder, die stets auch ihre eigene Entstehung zum Thema machen. Als allgemeingültige Spiegel des Individuellen protokollieren sie Zaudern und Zupacken, wuchtige Selbstbehauptung und seismografische Sensibilität. 

Die Ausstellung „Farben sind Feste für die Augen“ – ein Ausspruch des Künstlers aus dem Jahr 1958 – konzentriert sich programmatisch auf Schumachers informelles Schaffen der späten 1950er und der 1960er Jahre. Diese zeitliche Verankerung in der Gründungsphase des Ernst Barlach Hauses rückt eine aufregende Entwicklungsetappe ins Blickfeld – jenes Jahrzehnt, in dem Emil Schumacher sein einzigartiges Zeichenrepertoire entfaltete und wurde, was er ist: ein Klassiker der Moderne. 

 

Vom 14 Oktober 2012 bis zum 27 Januar 2013

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Quelle:http://www.gwai.de/veranstaltung/farben-sind-feste-fuer-die-augen.html

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